Mein Herta Müller Tag

Ich konnte nicht bis zum Abend warten, der sicher wieder ein Morgen wird. Die Sonne schien auf den Frühstückstisch und die weißen Buchstaben auf schwarzem Nichts machten neugierig. Ich öffnete das Päckchen und siehe da:

Der 4. Mai wurde zum Herta-Müller-Tag und ich entdeckte wunderbar in Worte gefasstes Erleben. Die Schwelle dessen, das mich umtreibt, wenn ich versuche Gefühltes mit Worten zu beschreiben. Diese 2. Dimension zwischen der sichtbaren Welt und der Gewissheit tief in uns, zu deren Begreifen wir nicht im Stande sind. Und am Ende streift Gesagtes nur wie ein Windhauch unser Ich und wird zum Sturm einzig in dem, der den Augenblick einmal erlebt.

Windhauch der Worte

Ich könnte Dir in tausend Worten schreiben,
was bezaubernd mir in meinen Sinnen lag.

Doch würden tausend Worte nicht erreichen,
was ein einziger Augenblick vermag.

(Texte und Gedicht: Claudia Pautz)

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