In Zingst den Horizont erweitert

Pünktlich zu Pfingsten flatterte wie in den letzten Jahren mit der Ostseezeitung eine nette Beilage ins Haus: Zingst veranstaltet zum 5. Mal sein Umweltfotofestival mit dem kreativen Namen „Horizonte Zingst“. Und wie in den vergangenen Jahren begann es in mir zu arbeiten. Da musste hin! Und nun hat es auch endlich geklappt. 25 Ausstellungen, über 70 Workshops, Multimedia-Shows und Bilderfluten am Strand. Da würde schon etwas für mich dabei sein.

Das 5. Jahr "Horizonte Zingst"

Das 5. Jahr „Horizonte Zingst“

Ein passender Foto-Workshop war schnell gefunden. Die Anmeldung über die Festival-Homepage war simpel. Die Bestätigung flatterte innerhalb einer Stunde in den elektronischen Briefkasten. Perfekt.

Für das Dach überm Kopf sollte es eine Ferienwohnung sein und die war ein Glückstreffer. Direkt am Hafen. Klein, fein, unkompliziert. Schon wieder perfekt.

Die Anreise war entspannt, bis auf eine kleine Stadtrundfahrt durch Stralsund. Das malerische Zingst empfing uns mit freundlich. Nach der Ankunft ging’s zur Anmeldung ins Max-Hünten-Haus und von diesem Moment an war klar: das kann nur gut werden. Zur Begrüßung gab es eine Horizonte-Zingst-Tüte inkl. Infomaterial zum Festival und zum Ort und den dicken Festival-Katalog mit dem Portfolio. Auffallend ist die hohe Wertigkeit alles Printmedien, die Professionalität, mit der man hier arbeitet und die sehr günstigen Preise im Gegensatz dazu: 1 Tag inkl. aller Ausstellungen -> 5 €. Eine ganze Woche inkl. aller Ausstellungen -> 10 €. Alles komplett unkompliziert, weil überall zahlbar. Passend dazu waren die Parkplätze kostenfrei. Und wieder perfekt.

Fotografenwand im Max-Hünten-Haus

Fotografenwand im Max-Hünten-Haus

Auf ging’s zum Workshop. „Auf den Spuren berühmter Fotografen“ mit Steffi Wiegand sollte es sein. Die interessante junge Fotografin gab einen Überblick über einige dieser Großen inkl. deren Werke. Im Anschluss ging’s mit dem Rad auf dem Deich entlang zu einer abgelegenen und verfallenen Schweine- oder Rinderzuchtanlage. Hier wurde es müßig, weil das so gar nicht meine Location war. Egal, ich konnte nur dazulernen. Es gab Aufgaben und ne Menge Zeit. Später die Auswertung. Was dabei u.a. rauskam, gibt’s hier.

Lichtblick - Foto © claudia pautz 2012

Lichtblick – Foto © claudia pautz 2012

Nach 7 Stunden Workshop knurrte der Magen. Im entzückenden Zingst gibt es einen vortrefflichen Italiener mit dem Namen La Trattoria. Unbedingt das Bruschetta probieren! Lecker!

20 Uhr – Multimedia-Show-Time. Und das war bitte das absolute Highlight. Thema: Wilde Alpen. Ein Bild- und Videovortrag mit Bernd Ritschel. Dieser Mann ist unglaublich. Er war 2 Jahre lang für die National Geografic unterwegs in den entlegensten Winkeln der Alpen und hat dabei Bilder gemacht, die ihres Gleichen suchen. Ich bin kein Bergfan, diese Bilder jedoch haben mich schwer beeindruckt. Mein Tipp für Alpenfans und alle, die Alpenfans beschenken wollen: Das Buch zum Thema.
Sehr passend zum Vortrag wurden in der Multimediahalle Markus Lanz‘ Grönland-Bilder ausgestellt. Schon wieder beeindruckend!

Und so ein Festivaltag geht in Zingst nicht einfach so zu Ende. Um 22 Uhr beginnt die Bilderflut auf einer großen Leinwand direkt am Strand neben der Seebrücke. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, wären die Strandstühle inkl. Cocktail der Renner um bei coolem Sound die Bilder des Tages inkl. der eigenen Workshop-Ergebnisse mit hunderten anderen Fotofans zu teilen. Gefällt mir!

22 Uhr beginnt hier die Bilderflut

22 Uhr beginnt hier die Bilderflut

Tag 2 wurde ausschließlich den Ausstellungen gewidmet. Hier war alles dabei von Naja bis AberHallo. Es gab Indoor- und Outdoor-Ausstellungen – auf Wiesen, in Parks, in Hotels, am Strand, in Lagerhallen, Kellern und Baracken. Jeweils zum Thema passend die beste Location.

Jo Röttgers "Landscapes & Memories" - Afganistan

Jo Röttgers „Landscapes & Memories“ – Afganistan

Besonders im Hinterstübchen geblieben sind die „Black Ladies“ von Uwe Ommer und „Organic Ressourcen“ der Studenten der Fotofachschule Bremen. Kompliment!

Uwe Ommers Black Lady

Uwe Ommers Black Lady

Fazit: Das Umweltfotofestival Horizonte Zingst ist ein Muss für alle Fotofans. Inspiration pur. Nehmt Zeit mit, weil Euch sonst die Bilderflut erschlägt. Ach, und wenn Ihr mal richtig guten Kuchen essen wollt, in Zingst einfach nach Bäcker Holz fragen. Hier werden leckerste Backwaren mit dem typisch norddeutschen Charme verkauft ;o)

See you..Zingst!

Auch sehenswert - in Zingst geht die Sonne im Meer unter - Foto © claudia pautz 2012

Auch sehenswert – in Zingst geht die Sonne im Meer unter – Foto @ claudia pautz 2012

Advertisements